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Süddeutsche Zeitung: Zu groß, zu unproduktiv, zu schlecht

21. Januar 2010

Die Konjunkturflaute gibt vielen Autohändlern 2010 den Rest, erwarten Fachleute. Nur der  Verband glaubt an ein solides Jahr

 

 

München. Rabattschlacht, Absatzknick, Pleitewelle. Nach dem Auslaufen der Abwrackprämie kursieren derzeit zahlreiche Horrorausblicke für den deutschen Autohandel im kommenden Jahr. Doch obwohl die Branche in einer ihrer schwersten Krisen seit langem steckt, die Krise allein ist nach Ansicht von Experten nicht schuld daran, dass viele Betriebe ins Straucheln geraten. "Viele Autohäuser kranken daran, dass sie die ruinöse Wettbewerbssituation mit hausgemachten Problemen zusätzlich verschärfen." sagt Thomas Kremer von der Frankfurter Unternehmensberatung b-k-p, die unter anderem für Daimler, Opel und Audi arbeitet.

Konjunkturflaute und hohe Spritpreise gäben vielen Unternehmen, die zu leichtsinnig wirtschafteten, allenfalls den Rest, sagt Kremer. Durch die Abwrackprämie seien die Probleme lediglich übertüncht worden. "Wir haben dieses Jahr noch eine extreme Beschönigung, weil viele Händler von der Abwrackrprämie profitiert haben. Das Problem wird aber nur um ein Jahr verschoben." Die häufigsten Fehler seien zu große Vertriebsnetze, unproduktive Werkstätten, ein schlechtes Gebrauchtwagenmanagement und schlechter Service.

Doch auch der Markt dürfte im kommenden Jahr seinen Beitrag zur Misere leisten. Durch die Abwrackprämie haben sich die Kunden an das niedrige Preisniveau gewöhnt.

(Laden Sie sich den vollständigen Artikel im Downloadbereich herunter. Süddeutsche Zeitung vom 21.1.10)

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